Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - living in the present serenity
Soulbalance

Leben im Jetzt als Schlüssel zu innerer Ruhe und Heilung

Im Jetzt zu leben – das klingt vielleicht erstmal nach einem abgedroschenen Kalenderspruch. Doch hinter diesen simplen Worten verbirgt sich ein unglaublich kraftvolles Werkzeug, besonders wenn die Vergangenheit schmerzt und die Zukunft unsicher wirkt. Es geht darum, deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu lenken, anstatt im Gedankenkarussell gefangen zu sein. Für viele von uns ist genau das der erste, entscheidende Schritt auf dem Weg der Heilung.

Warum das Leben im Jetzt der erste Schritt zur Heilung ist

Wer belastende Erfahrungen gemacht hat, kennt das nur zu gut: Die Gedanken kreisen unaufhörlich um das, was war, oder malen sich die schlimmsten Szenarien für die Zukunft aus. Dieses Grübeln raubt uns die Energie, die wir so dringend für unseren Heilungsweg brauchen. Es hält uns in einem Zustand der ständigen Anspannung, einer Art mentalem Überlebensmodus.

Eine frau meditiert im lotussitz, umgeben von farbspritzern, einer uhr und dem wort 'jetzt'.

Sich bewusst dafür zu entscheiden, im Jetzt zu leben, durchbricht diesen Teufelskreis. Dabei geht es nicht darum, die Vergangenheit zu ignorieren oder schmerzhafte Erlebnisse zu verdrängen. Ganz im Gegenteil. Es geht darum, ihnen die Macht über deine Gegenwart zu entziehen.

Den Anker in der Gegenwart finden

Stell dir vor, du sitzt am Fenster und merkst, wie ein Gedanke an eine alte Verletzung aufzieht wie eine dunkle Wolke. Anstatt dich von dieser Wolke mitreißen zu lassen und in den Schmerz von damals zu fallen, lenkst du deine Aufmerksamkeit auf das, was jetzt gerade wirklich da ist:

  • Das Gefühl des weichen Pullovers auf deiner Haut.
  • Der Klang des leisen Regens, der gegen die Scheibe prasselt.
  • Der Anblick der Blätter, die sich sanft im Wind wiegen.
  • Der Duft und Geschmack des warmen Tees in deiner Tasse.

Jede dieser kleinen Wahrnehmungen ist ein Anker, der dich fest im Hier und Jetzt verankert. In diesem Moment gehört die Macht nicht der Erinnerung, sondern dir. Du bist hier, du bist sicher.

„Der einzige Moment, in dem du wirklich lebst, ist der gegenwärtige. Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft ist noch nicht da. Alles, was du hast, ist dieser eine Augenblick.“

Dieser Perspektivwechsel ist fundamental. Er baut die sichere Verbindung zu deinem eigenen Körper und zu deinen Sinnen wieder auf – eine Verbindung, die nach emotionalen Verletzungen oft verloren geht oder sich unsicher anfühlt.

Die Kontrolle zurückgewinnen

Ein entscheidender Aspekt des Lebens im Jetzt ist die Fähigkeit, besser mit negativem Stress umzugehen und so den Weg für die Heilung freizumachen. Aktuelle Studien zeigen dabei ein interessantes Paradoxon: Laut dem Ipsos Happiness Index fühlen sich zwar nur noch 64 Prozent der Deutschen glücklich, aber gleichzeitig erwarten viele eine bessere Zukunft. Das zeigt doch, dass wir trotz allem eine innere Hoffnung in uns tragen.

Anstatt passiv auf bessere Umstände zu warten, kannst du dein Wohlbefinden aktiv gestalten, indem du dich auf das konzentrierst, was du jetzt, in diesem Moment, erleben und positiv beeinflussen kannst. In der aktuellen Glücksforschung gibt es dazu noch mehr spannende Zusammenhänge zu entdecken.

Einfache Achtsamkeitsübungen, die sofort wirken

Achtsamkeit muss weder kompliziert sein noch Stunden deiner kostbaren Zeit fressen. Es geht vielmehr darum, kleine Anker im Alltag zu finden, die dich sanft aus dem Gedankenkarussell holen und wieder im gegenwärtigen Moment erden. Oft sind es genau diese winzigen, bewussten Pausen, die den größten Unterschied machen.

Eine hand hält eine dampfende tasse kaffee im aquarellstil. Daneben liegt ein zettel mit '5-4-3-2-1' und 'atmen'.

Hier zeige ich dir ein paar praxiserprobte Übungen, die du sofort und ohne großen Aufwand in deinen Tag einbauen kannst. Das Ziel ist es, die Hemmschwelle so niedrig wie möglich zu halten, damit du direkt ins Ausprobieren kommst.

Die 5-4-3-2-1-Methode zur Aktivierung der Sinne

Wenn du merkst, dass deine Gedanken mal wieder auf Wanderschaft gehen oder du dich von Sorgen überwältigt fühlst, ist diese Methode ein kraftvoller Notfallanker. Sie holt dich augenblicklich aus deinem Kopf zurück in deinen Körper und den Raum, in dem du dich gerade befindest.

Halte einfach einen Moment inne und nimm ganz bewusst wahr:

  • 5 Dinge, die du sehen kannst: Schau dich um und benenne fünf Gegenstände. Das kann der Stift auf dem Tisch sein, ein Bild an der Wand oder die Wolken, die am Himmel vorbeiziehen.
  • 4 Dinge, die du fühlen kannst: Spüre den Stoff deiner Kleidung auf der Haut, die Lehne des Stuhls an deinem Rücken, deine Füße auf dem Boden oder die angenehme Wärme deiner Teetasse.
  • 3 Dinge, die du hören kannst: Lausche auf die Geräusche um dich herum. Vielleicht ist es das leise Summen deines Laptops, das Zwitschern eines Vogels vor dem Fenster oder einfach nur das Geräusch deines eigenen Atems.
  • 2 Dinge, die du riechen kannst: Nimm den Duft deines Kaffees wahr, den Geruch des Papiers in einem Buch oder die frische Luft, die durchs Fenster strömt.
  • 1 Ding, das du schmecken kannst: Konzentriere dich auf den Geschmack in deinem Mund, sei es von einem Schluck Wasser oder dem letzten Stück Schokolade.

Diese Übung unterbricht Grübelschleifen sofort, indem sie deine Aufmerksamkeit auf die unmittelbare, sinnliche Realität lenkt. Sie ist der beste Beweis dafür, dass das Leben im Jetzt oft nur eine bewusste Entscheidung entfernt ist.

Der bewusste Atemzug als Mini-Meditation

Dein Atem ist immer da – er ist dein treuester Begleiter und ein unglaublich mächtiges Werkzeug für innere Ruhe. Du musst keine aufwendige Meditation durchführen, um seine beruhigende Wirkung zu spüren. Ein einziger Atemzug reicht oft schon aus.

Schließe für einen Moment die Augen, wenn es sich gut anfühlt, und atme einmal tief durch die Nase ein. Spüre, wie die kühle Luft einströmt und sich dein Brustkorb hebt. Halte den Atem für einen winzigen Augenblick an und atme dann langsam und vollständig durch den Mund wieder aus.

Dieser eine bewusste Atemzug kann dein ganzes Nervensystem beruhigen. Er signalisiert deinem Körper, dass du in diesem Moment sicher bist und die Anspannung loslassen darfst.

Du kannst diese Mini-Meditation wirklich überall anwenden: in der Supermarktschlange, vor einem schwierigen Gespräch oder einfach zwischendurch am Schreibtisch.

Alltägliche Handlungen als Achtsamkeitsinseln

Die wahre Kunst der Achtsamkeit zeigt sich darin, alltägliche Routinen in bewusste Momente der Gegenwart zu verwandeln. Jede Handlung, egal wie banal sie auf den ersten Blick scheint, kann zu einer kleinen Übung werden.

  • Beim Teetrinken: Anstatt nebenbei E-Mails zu checken, nimm die Wärme der Tasse in deinen Händen wahr. Beobachte den Dampf, der aufsteigt. Schmecke den ersten Schluck ganz bewusst.
  • Auf dem Weg zum Briefkasten: Spüre bei jedem Schritt den Boden unter deinen Füßen. Nimm die Temperatur der Luft auf deiner Haut wahr. Welche Geräusche hörst du auf diesem kurzen Weg?

Diese kleinen Inseln der Achtsamkeit summieren sich über den Tag. Sie erfordern keine zusätzliche Zeit, sondern nur eine Verlagerung deiner Aufmerksamkeit – weg von den Sorgen und hin zum Reichtum des gegenwärtigen Moments.

Wie du mit der 1-Prozent-Methode neue Routinen in dein Leben holst

Echte, nachhaltige Veränderung kommt selten über Nacht. Sie ist kein lauter Paukenschlag, sondern meist ein leises Flüstern – eine Summe winziger, fast unsichtbarer Handlungen, die du Tag für Tag wiederholst. Wenn der Gedanke, das Leben im Jetzt fester zu verankern, sich bisher wie ein riesiger Berg angefühlt hat, dann könnte die 1-Prozent-Methode genau der sanfte Weg sein, den du gesucht hast.

Das Konzept, inspiriert vom Autor James Clear, ist genial einfach: Konzentriere dich auf minimale Anpassungen, die so gut wie keine Anstrengung kosten. Anstatt dir vorzunehmen, jeden Tag 30 Minuten zu meditieren (und nach drei Tagen frustriert aufzugeben), beginnst du mit nur 60 Sekunden. Eine Minute bewusstes Atmen, direkt nach dem Aufwachen. Das Ziel ist es, die Hürde so niedrig zu legen, dass es fast unmöglich ist, nicht anzufangen.

Kleine Erfolge für großes Selbstvertrauen

Warum ist dieser Ansatz gerade nach emotional belastenden Zeiten so heilsam? Weil jeder noch so kleine Erfolg deinem Gehirn ein neues Programm einschreibt. Nach Phasen, in denen das Selbstvertrauen vielleicht gelitten hat, senden diese winzigen Siege eine unglaublich kraftvolle Botschaft: „Ich kann etwas für mich tun. Ich habe die Kontrolle.“

Du musst nicht dein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Es geht darum, eine bereits bestehende Routine zu finden und eine winzige, neue Gewohnheit einfach daran zu hängen.

  • Während der Kaffee durch die Maschine läuft, legst du eine Hand auf dein Herz und spürst einfach nur den Schlag.
  • Beim Zähneputzen fokussierst du deine gesamte Aufmerksamkeit nur auf die Bewegung der Bürste und das Gefühl im Mund.
  • Bevor du zur Tür hinausgehst, hältst du für drei tiefe, bewusste Atemzüge inne.

Diese Momente wirken vielleicht unscheinbar, aber genau sie sind es, die dein Nervensystem darauf trainieren, immer wieder sanft in den gegenwärtigen Moment zurückzukehren.

Jede Handlung ist wie eine Stimme für die Person, die du sein möchtest. Mit jeder winzigen Achtsamkeitsübung wählst du die Version von dir, die präsent, ruhig und in ihrer Mitte ist.

Bestehende Gewohnheiten als Anker nutzen

Der eigentliche Trick dabei ist, deine neue Mini-Gewohnheit an etwas zu koppeln, das du sowieso schon jeden Tag tust. So brauchst du keine zusätzliche Willenskraft oder Disziplin – deine bestehende Routine wird zum Auslöser für deinen neuen Achtsamkeitsmoment.

Die folgende Tabelle gibt dir ein paar konkrete Ideen, wie du dieses Prinzip (auch als „Habit Stacking“ bekannt) ganz unkompliziert in deinen Alltag einbauen kannst. Such dir eine Idee aus, die sich für dich leicht und machbar anfühlt. Denk dran: Es geht um einen Fortschritt von nur einem Prozent, nicht um Perfektion.

Deine neue Achtsamkeits-Routine mit der 1-Prozent-Methode

Finde heraus, wie du kleine Achtsamkeits-Momente an deine bestehenden täglichen Gewohnheiten anknüpfen kannst.

Bestehende Gewohnheit Neue 1-Prozent-Achtsamkeits-Gewohnheit Ziel und Nutzen
Morgens das Bett machen Einen Moment innehalten, die Füße fest auf dem Boden spüren und einen positiven Gedanken für den Tag fassen. Den Tag mit einer bewussten, erdenden Handlung beginnen und eine positive Intention setzen.
Die erste Tasse Kaffee/Tee trinken Die ersten drei Schlucke mit voller Aufmerksamkeit genießen: die Wärme, den Duft, den Geschmack wahrnehmen. Eine alltägliche Handlung in eine kleine Meditation verwandeln und die Sinne für den Moment schärfen.
Am Schreibtisch den Computer starten Einen tiefen Atemzug nehmen und die Schultern bewusst sinken lassen, bevor die erste E-Mail geöffnet wird. Stress abbauen, bevor er entsteht, und bewusst in den Arbeitstag starten, anstatt sofort in die Hektik einzutauchen.
Das Mittagessen zubereiten/essen Einen Bissen ganz bewusst kauen und dabei alle Geschmacksnuancen wahrnehmen, ohne Ablenkung durch das Handy. Die Verbindung zum Körper stärken, das Sättigungsgefühl besser wahrnehmen und eine Pause vom mentalen Lärm schaffen.
Nach Hause kommen und die Tür aufschließen Kurz innehalten, bevor die Tür geöffnet wird, und den vergangenen Teil des Tages bewusst hinter sich lassen. Eine klare Grenze zwischen verschiedenen Lebensbereichen ziehen und präsenter im Feierabend ankommen.
Vor dem Schlafengehen die Zähne putzen An eine Sache denken, für die du an diesem Tag dankbar warst, und dieses Gefühl für einen Moment zulassen. Den Fokus auf das Positive lenken, das Gedankenkarussell beruhigen und den Geist auf eine erholsame Nacht einstimmen.

Dieser sanfte Ansatz nimmt den gesamten Druck aus dem Prozess. Er macht den Weg frei für eine nachhaltige Veränderung, die sich von Anfang an gut und stärkend anfühlt.

Raus aus dem Kopf, rein ins Heft: Journaling als Anker im Hier und Jetzt

Kennst du das auch? Dieses Gedankenkarussell, das sich einfach nicht abstellen lässt und dich daran hindert, einen klaren Gedanken zu fassen? Eine unglaublich wirksame Methode, um dieses Chaos zu bändigen, ist es, die Gedanken einfach aufzuschreiben. So erdest du dich wieder im Hier und Jetzt. Es geht dabei nicht darum, literarische Meisterwerke zu verfassen, sondern darum, dem Lärm in deinem Kopf eine äußere Form zu geben.

Offenes notizbuch mit handgeschriebenen achtsamkeitsfragen, aquarellfarben und einem stift für persönliches reflektieren.

Beim Journaling für ein Leben im Jetzt wird dein Stift zu einem Anker für die Gegenwart. Du schaffst dir damit einen geschützten Raum für ehrliche Selbstreflexion und nimmst den endlosen Grübelschleifen ihre erdrückende Macht.

Nimm den Druck raus – es gibt kein Richtig oder Falsch

Der größte Widerstand gegen das Journaling entsteht oft aus dem inneren Druck, es „richtig“ machen zu müssen. Lass diesen Gedanken am besten sofort los. Dein Journal ist dein persönlicher Raum, nur für dich.

Hier gibt es keine Regeln für Rechtschreibung, Grammatik oder Stil. Manchmal sind es nur Stichpunkte, ein andermal unvollständige Sätze. Das Einzige, was zählt, ist, dass du anfängst – und wenn es nur für fünf Minuten am Tag ist.

Schreibimpulse, die dich direkt in den Augenblick holen

Statt lange zu überlegen, worüber du schreiben sollst, können gezielte Fragen – sogenannte Prompts – deinen Fokus ganz sanft auf die Gegenwart lenken. Sie helfen dir, aus dem Kopf heraus und direkt in deine Wahrnehmung zu kommen.

Probier mal diese Impulse aus, um dich mit dem Moment zu verbinden:

  • Sinnes-Check-in: Was nehme ich gerade mit meinen fünf Sinnen wahr? Beschreibe einen bestimmten Klang, einen Geruch, ein Gefühl auf deiner Haut, etwas, das du siehst, und vielleicht sogar etwas, das du schmeckst.
  • Dankbarkeit im Moment: Wofür bin ich genau jetzt, in diesem Augenblick, dankbar? Das muss nichts Großes sein – die Wärme deiner Tasse in den Händen oder das leise Ticken einer Uhr kann schon reichen.
  • Gefühle im Körper verorten: Welches Gefühl spüre ich gerade in mir (z. B. Unruhe, Freude, Anspannung)? Und wo genau in meinem Körper kann ich dieses Gefühl wahrnehmen? Beschreibe es, ohne es zu bewerten.

Journaling ist wie ein Zwiegespräch mit deiner Seele. Es hilft dir, die leisen Stimmen wahrzunehmen, die im lauten Alltagstrubel sonst oft untergehen.

Solche gezielten Fragen trainieren deinen Geist darin, sich immer wieder auf das Hier und Jetzt auszurichten. Sie sind ein unglaublich kraftvolles Werkzeug, um aus den Gedankenspiralen über die Vergangenheit oder die Zukunft auszubrechen.

Wenn du also das nächste Mal merkst, dass sich deine Gedanken verheddern, schnapp dir dein Notizbuch. Lass einfach alles herausfließen, was dich beschäftigt. Allein der Akt des Schreibens kann schon eine enorme Erleichterung bringen und dir helfen, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.

Warum Grenzen und Selbstfürsorge das Fundament sind

Um wirklich im Jetzt leben zu können, benötigst du vorwiegend eines: ein tiefes Gefühl von innerer Sicherheit. Gerade nach toxischen oder emotional belastenden Erfahrungen ist dieses Fundament oft erschüttert. Genau hier kommen Grenzen und Selbstfürsorge ins Spiel – sie sind keine optionalen Extras auf dem Heilungsweg, sondern die absolut notwendige Basis.

Aquarellbild von händen, die ein herz schützen, umgeben von farbspritzern und dem wort 'grenzen'.

Werden deine Grenzen ständig missachtet oder überschritten, befindet sich dein Nervensystem in einem permanenten Alarmzustand. Stell es dir so vor, als würde im Hintergrund ununterbrochen eine leise Sirene heulen, die dir signalisiert: „Achtung, Gefahr!“

Dieser Zustand raubt dir die mentale und emotionale Energie, die du bräuchtest, um den gegenwärtigen Moment überhaupt wahrnehmen und genießen zu können. Das Leben im Jetzt ist schlichtweg unmöglich, wenn du ständig damit beschäftigt bist, dich vor der nächsten Verletzung zu schützen oder dich von der letzten zu erholen.

Grenzen als Schutzraum für deine Gegenwart

Grenzen zu setzen, fühlt sich anfangs oft egoistisch oder sogar hart an, besonders wenn du gelernt hast, die Bedürfnisse anderer immer über deine eigenen zu stellen. Doch in Wahrheit ist das Setzen von Grenzen ein tiefgreifender Akt der Selbstliebe. Es ist das liebevolle Signal an dich selbst: „Ich bin es wert, geschützt zu werden.“

Stell dir deine Grenzen wie die Wände eines sicheren Raumes vor. Nur innerhalb dieser Wände kannst du dich entspannen, durchatmen und wirklich bei dir sein.

  • Emotionale Grenzen: Du entscheidest, welche emotionalen Energien du an dich heranlässt. Du musst nicht die Probleme oder die schlechte Laune anderer zu deinen eigenen machen.
  • Zeitliche Grenzen: Deine Zeit und Energie sind kostbar. Du darfst „Nein“ sagen zu Verabredungen oder Aufgaben, die dich auslaugen, um Raum für das zu schaffen, was dir guttut.
  • Kommunikative Grenzen: Du bestimmst, wie mit dir gesprochen wird. Respektlose oder abwertende Kommunikation musst du nicht tolerieren.

Indem du beginnst, diese Grenzen sanft, aber bestimmt zu kommunizieren, schaffst du dir den nötigen Schutzraum. Erst in diesem sicheren Hafen kann dein Nervensystem zur Ruhe kommen und du findest die Kraft, im Hier und Jetzt anzukommen.

Selbstfürsorge ist keine Belohnung, sondern die Basis

Selbstfürsorge wird oft missverstanden – als Luxus oder als etwas, das man sich nach getaner Arbeit „verdient“. Das ist ein gefährlicher Trugschluss. Selbstfürsorge ist die aktive Praxis, deine inneren Ressourcen aufzufüllen, damit du den Stürmen des Lebens überhaupt standhalten kannst.

Selbstfürsorge ist die bewusste Entscheidung, dir selbst das zu geben, was du brauchst, anstatt darauf zu warten, dass es jemand anderes tut.

Diese Basis ist nicht nur auf der persönlichen Ebene entscheidend. Studien zeigen, wie sehr auch ein stabiles äußeres Umfeld zur inneren Balance beiträgt. In Städten wie München, wo 93 Prozent der Berufstätigen mit der Lebensqualität zufrieden sind, spielen Faktoren wie soziale Verbundenheit und eine funktionierende Infrastruktur eine große Rolle.

Für Menschen auf dem Heilungsweg ist das eine wichtige Erkenntnis: Ein sicheres äußeres Umfeld und bewusste Selbstfürsorge schaffen gemeinsam den Schutzraum, in dem es möglich wird, wieder im Jetzt anzukommen. Erfahre mehr darüber, was Berufstätige am Stadtleben schätzen.

Indem du Grenzen setzt und dich um dich selbst kümmerst, übernimmst du die Verantwortung für dein Wohlbefinden. So baust du ein stabiles Fundament, auf dem ein präsentes und selbstbestimmtes Leben erst möglich wird.

Deine Fragen zum Leben im Jetzt – meine Antworten für dich

Wenn du anfängst, dich mehr mit Achtsamkeit zu beschäftigen und versuchst, bewusster im Hier und Jetzt zu leben, kommen ganz sicher Fragen und vielleicht auch ein paar Unsicherheiten auf. Das ist völlig normal und gehört zum Prozess dazu. Ich habe hier mal die häufigsten Fragen gesammelt und ganz praxisnah für dich beantwortet, um dir Klarheit zu geben und typische Stolpersteine aus dem Weg zu räumen.

Was, wenn meine Gedanken ständig abschweifen?

Ganz wichtig: Das ist kein Scheitern, sondern genau das ist das Training! Statt dich darüber zu ärgern, nimm den Moment, in dem du das bemerkst, einfach liebevoll an. Jeder einzelne Augenblick, in dem dir auffällt, dass du gedanklich woanders warst, ist ein kleiner Sieg für deine Achtsamkeit.

Lenk deine Aufmerksamkeit dann ganz sanft und ohne dich selbst zu verurteilen zurück zu deinem Atem, dem Gefühl deiner Füße auf dem Boden oder was auch immer deine Sinne gerade wahrnehmen.

Muss ich meditieren, um im Jetzt zu leben?

Nein, auf keinen Fall. Meditation ist ein kraftvolles Werkzeug, aber eben nur eines von vielen und absolut keine Pflicht. Wahre Achtsamkeit findest du oft mitten im Alltag: wenn du ganz bewusst das warme Wasser auf deinen Händen beim Abwaschen spürst, in einem Gespräch wirklich zuhörst, ohne schon die Antwort zu planen, oder den Duft der ersten Tasse Kaffee am Morgen genießt.

Es geht um deine innere Haltung, nicht um eine bestimmte Technik.

Deine Fähigkeit, im Jetzt zu sein, hängt nicht von den äußeren Umständen ab, sondern von deiner inneren Ausrichtung. Sie ist der Schlüssel zu echter Lebensqualität, völlig unabhängig von objektiven Faktoren.

Dieses Prinzip wird am Beispiel von Kassel total schön deutlich. Laut dem Glücksatlas leben dort die glücklichsten Menschen Deutschlands, obwohl die Stadt in Sachen Lebensqualität objektiv nur auf Platz 15 rangiert. Das zeigt, wie unglaublich entscheidend deine eigene Wahrnehmung für dein Wohlbefinden ist. Kleine, bewusste Momente im Hier und Jetzt können Stress nachweislich um bis zu 30 Prozent reduzieren und deine innere Balance viel wirksamer stärken als große Veränderungen im Außen.

Wenn du tiefer eintauchen möchtest, findest du mehr dazu im aktuellen Glücksatlas.

Wie gehe ich mit schmerzhaften Gefühlen um, die hochkommen?

Versuche, den Gefühlen zu erlauben, einfach da zu sein – ohne sie zu bewerten, wegzudrücken oder dich von ihnen mitreißen zu lassen. Beobachte sie wie Wolken, die am Himmel vorbeiziehen. Sie kommen, sie sind da und sie gehen auch wieder.

Wenn Gefühle dich aber mal überrollen oder überwältigend werden, ist es ein Zeichen von großer Stärke, sich professionelle Unterstützung zu holen. Achtsamkeit bedeutet niemals, alles alleine aushalten zu müssen.

Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - 1
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - img 20201101 182350 631

Miss Katherine White

Du findest hier Gedanken, Informationen und Geschichten aus verschiedenen Bereichen meines Lebens. Die Stadien meiner Geschichte sind vielleicht auch deine? Dieser Blog ist für Freigeister, Querdenker und Träumer. Alle die Beruflich frei sein möchten! Ich freue mich auf viele verschiedene Kommentare von euch.

Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - 6
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - 7
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - 3
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - 10
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - 8

Beiträge, die dir auch gefallen könnten!

Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - 4
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - weiss rosa virtuelle assistentin modern professionell linkedin titelbil
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - gratis e buch
Bild anklicken für das
Gratis E-Buch!
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - 5
The one-percent 
finde dein neues leben und erreiche deinen erfolg mit „the-one-percent“.
The one-percent membership ist das jahresprojekt 2025 und soll all meine online kurse für „ein neues leben“ bündeln.
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - ueberschrift hinzufuegen 1500 x 100 px 22
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - zwischenueberschrift hinzufuegen
Januar newsletter 2025
Leben im jetzt als schlüssel zu innerer ruhe und heilung - 9

Hinweis: In meinem Blog und VLog könnten Affiliate-Links zu Produkten oder Dienstleistungen enthalten sein. Diese Links kosten euch nichts extra, ermöglichen mir aber, eine kleine Provision zu verdienen. Ich wähle meine Empfehlungen sorgfältig aus und stehe für deren Qualität ein. Danke für eure Unterstützung!

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.